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Grundlagen

  • Freiarbeit
  • Materialarbeit
  • Jahrgangsmischung
  • Schule für alle Kinder
  • Individuelle Leistungsbewertung
  • Die Rolle der Lehrenden
  • Arbeit im Team
  •  


     

    Freiarbeit

    Die Freiarbeit ist das Kernstück des Montessori-Unterrichts. Sie ist eine hervorragende Lernmethode, die den Kindern in ihren Bedürfnissen nach individuellem Tun und Lernen in Zusammenhängen entgegen kommt. Das in der vorbereiteten Umgebung angebotene Material ermöglicht den Kindern die freie Wahl der Arbeit. Die Kinder bestimmen den Arbeitsrhythmus und die Arbeitsdauer weitestgehend selbst. Sie entscheiden nach Absprache mit ihren Lehrer/innen, ob sie allein, mit einer Partnerin oder einem Partner oder in der Gruppe arbeiten wollen. Wenn das Kind Hilfe benötigt, kann es sich an andere Kinder wenden oder sich Hilfe bei seiner Lehrerin oder seinem Lehrer holen.
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    Materialarbeit

    Der Umgang mit dem Montessori-Material ermöglicht den Schülerinnen und Schülern Erkenntnisse durch manuelle Tätigkeiten und durch die Erfahrung mit den Sinnen. Beim Tun lernt das Kind z. B. durch Vergleichen, Paaren, Unterscheiden und Graduieren wichtige Zusammenhänge zu begreifen.
    In jedem Material wird eine Eigenschaft besonders hervorgehoben, bestimmte Schwierigkeiten werden isoliert und in einer Namenslektion werden Begriffe eingeübt und abstrahiert. Das Kind kann ungestört und kontrolliert arbeiten. Durch die im Material enthaltene Fehlerkontrolle hat das Kind die Möglichkeit, seine Handlungen unabhängig vom Erwachsenen zu kontrollieren. Die Materialarbeit findet sowohl in Einzel- als auch in Partner- und Gruppenarbeit statt.
    Außer den Montessori-Freiarbeitsmaterialien stehen den Kindern auch weitere ergänzende Materialien und Computer-Lernprogramme zur Verfügung.
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    Jahrgangsmischung

    Die Grundschule ist einzügig und hat 4 jahrgangsgemischte Klassen.
    Die Jahrgangsmischung begünstigt das Lern- und Sozialverhalten. Jüngere Kinder können sich Arbeitsstrukturen von älteren Schülerinnen und Schülern abschauen. Ein älteres Kind kann einem jüngeren eine Sache unter Umständen sogar besser erklären als ein Erwachsener, weil Kinder sich in Wortwahl und Denkweise näher stehen.
    Um den Kindern die Auswahl bei altersentsprechenden Freundschaften zu ermöglichen, arbeiten jeweils 2 Klassen eng zusammen (z. B. beim Sport- oder Epochenunterricht). Es können sich ebenfalls gemeinsame Gruppen- und Partnerarbeiten mit Kindern aus anderen Klassen während der Freiarbeit ergeben.
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    Schule für alle Kinder

    Die unterschiedlichen Begabungen der Kinder werden im gemeinsamen Unterricht gefördert. Integration bedeutet die Normalität des miteinander Lebens in einer tragfähigen Klassengemeinschaft von Kindern mit unterschiedlichstem Leistungsvermögen und Begabungen. Die Grundlage für jedes gemeinsame Tun ist die gegenseitige Akzeptanz.
    Im gemeinsamen Unterricht werden

    • die Nichtbehinderten gemäß den Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen unterrichtet,
    • alle förderbedürftigen Kinder gemäß den Richtlinien der für sie sonst zuständigen Sonderschule gefördert,
    • alle Lerninhalte und Unterrichtsmethoden an die jeweiligen Bedürfnisse der Kinder angepasst, um die Kinder darin zu unterstützen, ihr Leistungspotential auszuschöpfen.

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    Individuelle Leistungsbeurteilung

    Während der gesamten Grundschulzeit erhalten die Kinder keine Noten, sondern es werden genaue Informationen über den jeweiligen Entwicklungs- und Leistungsstand sowie über das Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes in Form von Lernberichten an die Eltern und in Zeugnisbriefen an die Kinder gegeben. Die Kinder des 1. und 2. Jahrgangs erhalten am Ende des Schuljahres persönliche Briefe über die Freiarbeit sowie an die Eltern gerichtete Zeugnisberichte über den Fach-, Förder- und Jahrgangsunterricht.
    Halbjährlich finden für alle Kinder aus den Klassen 3 und 4 mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer Schülersprechzeiten über Arbeits- und Lernverhalten während der Freiarbeit sowie ein Ausblick auf das nächste Halbjahr statt. Anschließend erhalten sie jeweils Zeugnisbriefe zur Freiarbeit, zum Fach-, Förder- und Jahrgangsunterricht.
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    Die Rolle der Lehrenden

    Die Lehrerinnen und Lehrer müssen auf verschiedene Art und Weise Helferinnen und Helfer in der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sein.
    Durch die Beobachtung der Kinder geben die Lehrerinnen und Lehrer ihnen gezielte Anregungen und Hilfen für die Arbeit, für die Entscheidungsfindung, für die Selbständigkeit, für Konzentration und Ausdauer.
    Ein besonderes Anliegen ist der ganzheitliche Ansatz und die Pädagogik vom Kinde aus. Daraus folgt für die Lehrerinnen und Lehrer, dass sie ihre eigenen Möglichkeiten kennen- und einschätzen lernen sowie ihre Arbeit reflektieren.
    Dazu dienen regelmäßige Supervisionen, pädagogische Konferenzen, kollegiumsinterne Fortbildungen und Individualfortbildungen sowie der ständige Austausch mit anderen Schulen.
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    Arbeit im Team

    In den Klassen A, B, C und D arbeiten vier Kleinteams, die aus einer Grundschul- und einer Sonderschullehrkraft sowie einem Zivildienstleistenden bzw. einer Praktikantin bestehen.
    Auch der gesamte andere Unterricht wird nach Möglichkeit im Team durchgeführt. Alle Kolleginnen und Kollegen treffen sich einmal wöchentlich nach einem gemeinsamen Mittagessen nachmittags von 14.00 - ca. 17.00 Uhr im Großteam.
    Die Montessori-Grundschule ist Ausbildungsschule für Primarstufen-Lehramtsanwärterinnen und - anwärter. Die Schule ist dem Bezirksseminar Bocholt zugeordnet.

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